Mittwoch, 20. September 2017

Malen ist eine der schönsten Möglichkeiten den Fluss der Freude zu erleben.

Ich war 24 Jahre alt, als mich mein geistiger Führer Erzengel Raffael mitten in der Nacht weckte und zu mir sagte: “Male die Meister“. Ich war augenblicklich hellwach und antwortete: “Ich kann doch gar nicht malen!“ „Doch du kannst”, erwiderte er und verschwand. Ich vertraute seinen Worten, besorgte mir diverse Malutensilien und legte sie auf meinen Schreibtisch. Immer wenn ich die Stifte, Farben und das Papier anschaute, wurde ich von Glücksgefühlen durchströmt. Meine geistige Führung erinnerte mich so daran mit dem Malen zu beginnen und machte mir damit Mut, mein mangelndes Selbstvertrauen zu überwinden. Es führten mich Engel der Kreativität für eine bestimmte Zeit und ermunterten mich meine Furcht vor dem leeren Blatt zu überwinden.

Sie sagten oft zu mir: “Lass geschehen und folge den inneren Impulsen.” Nachdem ich auf diese Weise allmählich Vertrauen in meine künstlerische Fähigkeit entwickelt hatte, wurde mir klar, dass die eigentliche Fähigkeit des Malens überwiegend darin besteht, den Inspirationen meine Beachtung zu schenken und sie nicht  durch den Verstand zu bewerten.

Das Malen machte mir immer mehr Freude. Ich versuchte mich mit Bleistift -und Kohlezeichnungen, besonders übte ich den Umgang mit der Pastellkreide. Daraus entwickelte sich mit der Zeit die Idee das Malen an Menschen weiterzugeben, die genau wie ich nicht wissen, dass sie über diese Fähigkeit verfügen. 

Ich malte viele Geistwesen, die ich entweder vor dem inneren Auge wahrnahm oder die sich mir bei geöffneten Augen zeigten. Lange Zeit malte ich vor allem Gesichter, dann begann ich mit Blumen und Tieren. Es entstanden allmählich Kompositionen aus willkürlichen Formen und Farbgebungen in die ich Tiere, in eine Art Traum -und Fantasiewelt mit einbezog.

Ich zensiere meine Bilder nicht, ich vertraue ganz den inneren Impulsen, auch wenn ich im Moment nicht genau weiss wo sie mich hinführen. Am Ende entsteht jedoch ein harmonisches Gemälde, das mich selbst sehr berührt und von dem ich den Eindruck habe, dass es mit mir spricht. Ich bin in gewisser Hinsicht in meine Bilder verliebt und das macht mich ausserordentlich glücklich. Es ist nicht wichtig, ob sich jemand für meine Bilder interessiert, mir sagt ob sie gut oder nicht gut sind. Entscheidend ist nur mein Gefühl, das ich während des inspirierten Malens erlebe.

Seit ca. 20 Jahren habe ich vielen Menschen den Zugang zu dieser Malweise ermöglicht. Heute führen viele meiner Malschüler selbst ein Malatelier und begleiten ihre Schüler ins meditativ-kreative Malen.

Ich hatte die Pastellkreide gewählt, weil es mit ihr am einfachsten ist spontanen Impulsen nachzugeben. Bei der Kreide muss man nicht warten bis sie trocken ist oder der Pinsel ausgewaschen ist, weil wir direkt mit den Händen die Farbe auf dem Blatt verreiben. Ich habe 15 Jahre lang mit Pastellkreide gemalt und dann erst mit anderen Materialien, wie Öl und Acryl und Collagen, etc.

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Und nun wünsche ich viel Freude und Inspiration beim Betrachten meiner Gemälde.